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Due Diligence - Wie funktioniert eine "DD"

Die Due Diligence (DD) ist die sorgfältige Prüfung, welche der Käufer eines Unternehmens oder einer Beteiligung – üblicherweise nach Unterzeichnung eines Vorvertrages und vor Abschluss des bindenden Kauf- bzw. Abtretungsvertrages – durchführt. Hier sollen alle bisher übergebenen Daten und Informationen, welche letztlich für den vereinbarten Kaufpreis relevant sind, nochmals einer Kontrolle unterzogen werden.

Nun ist es nie angenehm geprüft zu werden und darüber hinaus ist die DD auch für den Verkäufer mit einigem Aufwand verbunden. Trotz allgemeiner Regeln und Usancen unterscheidet sich die DD, insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen, je nach Käufer und dessen Beratern. Ist der Käufer ein Unternehmen, welches schon öfters andere Unternehmen akquiriert hat, kann man davon ausgehen, dass die Prüfung von einem eingespielten Team mit zielorientiertem Handlungsablauf durchgeführt wird. Wenn der Käufer eine Einzelperson oder ein kleines Unternehmen ist, dann hängt die Durchführungsweise sehr vom Know-how des Käufers oder seines Beraters ab.
Es liegt am Kaufinteressenten, die gewünschten Bereiche und den jeweiligen Umfang der Prüfung bekannt zu geben, und es liegt am Verkäufer, die geforderten Unterlagen nach Möglichkeit und Bereitschaft zur Verfügung zu stellen. Es ist mit Sicherheit von Vorteil, wenn auch dieser Prozess von einem erfahrenen M&A-Berater begleitet wird.
Da es sich bei den für die DD notwendigen Unterlagen hauptsächlich um vertrauliche Dokumente handelt, händigt man diese nicht direkt aus, sondern stellt sie in einem gesonderten Datenraum den vom Käufer bestellten Prüfungspersonen zur Einsicht. Zwischenzeitlich erfolgt dies meist nicht mehr in einem Büroraum, sondern in einem virtuellen, abgesicherten Online-Datenraum in der Cloud.

Fantl Consulting kann als Mitglied von Con|cess einen eigenen gesicherten, virtuellen Datenraum für jede Due Diligence zur Verfügung stellen.

Üblicherweise setzt sich die Due Diligence aus folgenden Teilen zusammen:

Finanzwirtschaft und Steuer
In diesem Bereich geht es vor allem um die momentane und künftige Ertragssituation, die Fälligkeit der Verbindlichkeiten und die Einbringlichkeit der Forderungen, die Zusammensetzung des Umsatzes, die Kalkulation der Verkaufspreise, die Kundenstruktur, die Investitionen der Vergangenheit und um den Investitionsbedarf in der Zukunft. Es wird erhoben, ob alle Steuern korrekt berechnet und zeitgerecht abgeführt wurden, ob das Finanzamt und die Sozialversicherung geprüft haben und wie das jeweilige Ergebnis war.

Rechtliche Sachverhalte
Dabei geht es vor allem um alle Rechtsverhältnisse, welche das zu verkaufende Unternehmen mit anderen eingegangen ist, soweit diese an den Käufer übergehen werden. Es stellt sich immer wieder heraus, dass es wesentlich mehr rechtliche Vereinbarungen in einem Unternehmen gibt, als man anfänglich vermuten würde. Auch möchte der potentielle Käufer über alle rechtlichen Auseinandersetzungen und deren Ausgang informiert werden.

Technischer Bereich
Im technischen Bereich könnte die Funktionsfähigkeit von Maschinen und Anlagen durch Sachverständige geprüft werden, aber auch technologische Prozesse, sowie der gesamte IT-Bereich bedürfen eventuell fachkundiger Experten zur Beurteilung.

Darüber hinaus könnten auch die Bereiche Umwelt, der Markt oder das Personal einer gesonderten Prüfung unterzogen werden.

Die Prüfung grundlegender Faktoren zur Bewertung des Unternehmens sollten allerdings schon vor Beginn der Verkaufsaktivitäten vom zu verkaufenden Unternehmen selbst durchgeführt werden. Fantl Consulting macht dies für ihre beauftragten Unternehmen regelmäßig im Zuge der Erstellung des Verkaufsexposés.